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Sturzprotokoll - Unterlassene Pflegeleistung: Leonores Pflegetagebuch in Drei Teilen Pia Schenker

Sturzprotokoll - Unterlassene Pflegeleistung: Leonores Pflegetagebuch in Drei Teilen

Pia Schenker

Published August 11th 2013
ISBN : 9781492120995
Paperback
130 pages
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 About the Book 

Auf Tatsachen beruhender Roman Eine arme Mutter kann eher sechs Kinder pflegen und ernahren, als sechs reiche Kinder eine Mutter. Uber die Probleme von Familienangehorigen, die Eltern und Grosseltern im eigenen Haushalt pflegen gibt es gute BucherMoreAuf Tatsachen beruhender Roman Eine arme Mutter kann eher sechs Kinder pflegen und ernahren, als sechs reiche Kinder eine Mutter. Uber die Probleme von Familienangehorigen, die Eltern und Grosseltern im eigenen Haushalt pflegen gibt es gute Bucher und Reportagen. Die Autorin dieses Buches gibt nun endlich einer Frau eine Stimme, die von ihren Angehorigen gepflegt wird. Leonore ist eine 84 Jahre alte Rentnerin, die im Haushalt ihres Sohnes lebt. Dort wird sie von Martina, der Ehefrau ihres Sohnes betreut und gepflegt. Pia verbringt als neunzehnjahrige Austauschschulerin mehrere Monate in der Familie. Anfangs erlebt Pia die hausliche Pflege der Oma als harmonisch und liebevoll. Mit der Zeit erkennt sie jedoch die Mangel und Unterlassungen. So wird Pia Zeugin, wie Leonore vollig unzureichend und falsch versorgt und gepflegt wird. Sie erlebt Martinas Uberforderung und einen lieblosen Umgang mit der Oma, der in Verwahrlosung mundet. Pia durchschaut die finanziellen Zusammenhange. Es geht in diesem Fall langst nicht mehr nur um das Pflegegeld. Es geht um eine uppige Pension und eine Erbschaft. Hintergrund: Im Jahr 2012 wurde in Deutschland leidenschaftlich uber das Betreuungsgeld diskutiert und gestritten. Dabei ging es um folgende Frage: Bewegt eine monatliche Zahlung von 200 Euro Eltern dazu, ihre Kinder Daheim zu betreuen und nicht in einen Kindergarten zu schicken? Hier befurchteten viele Menschen, dass dieser finanzielle Anreiz vor allem bildungsferne Eltern, dazu verleiten konnte, ihre Kinder von fruhkindlicher Bildung fernzuhalten. Betrachtet man einen Betrag von 200 Euro im Monat und setzt diesen in eine Beziehung zu dem finanziellen Vorteil, der erwachsen kann, wenn man einen Angehorigen betreut und pflegt, dann kann man sich schon wundern, warum dieses bisher nicht in Offentlichkeit und Politik diskutiert wird. Stattdessen konnen pflegende Angehorige uber Pensionen, Rentenzahlungen, Pflegegeld und ggf. Vermogen verfugen, wie es ihnen gefallt. Weder die Sachkunde noch die Qualitat der Pflege wird auch nur im Ansatz gepruft. Ob die grundlegenden Voraussetzungen fur hausliche Pflege uberhaupt gegeben sind, bleibt ebenfalls weitestgehend unbeaufsichtigt. Von Qualitatsstandards mochte ich in diesem Zusammenhang uberhaupt nicht sprechen. Wozu kann das im Einzelfall fuhren? In dem vorliegenden Fall mundet es in einem Drama.